
Meine Arbeit im Verhaltenstraining richtet sich gezielt an Hunde, die im Alltag als „schwierig“, auffällig oder aggressiv wahrgenommen werden. Dazu gehören Hunde, die bereits gebissen haben, einen Maulkorb tragen, stark unsicher reagieren oder deren Halter sich im täglichen Zusammenleben zunehmend überfordert, hilflos oder an ihre Grenzen gebracht fühlen.
Ich begleite Mensch und Hund dort, wo die Probleme tatsächlich entstehen: im gewohnten Umfeld, im Alltag und in realen Situationen. Denn nachhaltige Veränderung beginnt nicht auf dem Hundeplatz, sondern im echten Leben.
Für welche Hunde ist meine Arbeit gedacht?
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Hunde mit aggressivem Verhalten gegenüber Menschen oder Artgenossen
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Hunde mit starker Unsicherheit, Angst oder Stressreaktionen
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Hunde, die schwer führbar sind oder im Alltag eskalieren
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Hunde mit problematischer Vorgeschichte (z. B. Tierschutz, Trauma, schlechte Erfahrungen)
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Hunde, die als „nicht mehr integrierbar“ gelten
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Halter, die bereits viel versucht haben und neue Wege suchen
Gerade diese Hunde brauchen keine Gewalt, keinen Druck und keine pauschalen Methoden, sondern eine klare, ruhige und fachlich fundierte Begleitung.
Meine Arbeitsweise
Ich arbeite gewaltfrei, ohne Einschüchterung, ohne körperliche Strafen und ohne „Dominanzkonzepte“. Stattdessen stehen klare Kommunikation, Struktur, Sicherheit und Verständnis im Mittelpunkt.
Dabei ist mir wichtig:
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den Hund ernst zu nehmen, ohne sein Verhalten zu entschuldigen
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dem Halter Handlungssicherheit zu geben
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klare Grenzen fair und nachvollziehbar zu setzen
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Verhalten nicht zu unterdrücken, sondern nachhaltig zu verändern
Aggressives oder problematisches Verhalten ist für mich kein „böser Wille“, sondern ein Ausdruck von Überforderung, Stress, Unsicherheit oder fehlender Regulation. Gleichzeitig darf dieses Verhalten nicht einfach hingenommen werden – denn nur durch gezielte Führung, Training und neue Erfahrungen kann der Hund lernen, dass andere Reaktionen möglich und sicher sind.
Training & Begleitung im Alltag
Ich begleite die Hunde und ihre Menschen in verschiedenen Lebenssituationen, z. B.:
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Begegnungen mit Menschen oder Hunden
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Alltagssituationen im häuslichen Umfeld
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Spaziergänge, Leinenführung, Außenreize
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Ruhe- und Entspannungssituationen
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Umgang mit Besuch, Kindern oder neuen Umgebungen
Das Training findet vor Ort, im Zuhause und im direkten Umfeld des Hundes statt. So können wir realistische Situationen bearbeiten und Lösungen entwickeln, die im Alltag tatsächlich umsetzbar sind.
Zusammenarbeit mit dem Halter
Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit dem Halter. Viele Menschen kommen zu mir, weil sie sich erschöpft fühlen, unsicher geworden sind oder Angst haben, etwas falsch zu machen.
Ich unterstütze dabei:
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Verhalten des Hundes besser zu verstehen
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klare, ruhige Kommunikation aufzubauen
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Sicherheit im Umgang zurückzugewinnen
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realistische Erwartungen zu entwickeln
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den eigenen Stress zu reduzieren
Verhaltenstraining bedeutet nicht, dass „nur der Hund trainiert wird“. Veränderung entsteht dort, wo Mensch und Hund wieder als Team handlungsfähig werden.
Abgrenzung zur neurosomatischen Arbeit
Mein Verhaltenstraining ist klar vom neurosomatischen, körperzentrierten Arbeiten abgegrenzt.
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Verhaltenstraining: aktives Training, Alltagsstruktur, Sozialisierung, Führung, Handlungskompetenz
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Neurosomatic Canis: therapeutische Arbeit am Nervensystem und Körper, Regulation, Stressabbau, innere Stabilität
Beide Bereiche können sich sinnvoll ergänzen, sind jedoch eigenständige Ansätze. Je nach Hund, Situation und Zielsetzung empfehle ich die passende Form oder eine Kombination.
Mein Anspruch
Ich biete keine schnellen Lösungen, kein „Schema F“ und keine Versprechen über Nacht. Dafür biete ich:
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ehrliche Einschätzung
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individuelle Begleitung
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fachliche Tiefe
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Klarheit und Ruhe
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echte Veränderungsarbeit
Mein Ziel ist es, Hunde, die als „Problemhunde“ gelten, wieder alltagstauglich, führbar und integrierbar zu machen – und ihren Menschen das Gefühl zurückzugeben, nicht allein zu sein.